Der Verband
   der privaten
   Banken in
   Ostdeutschland

Glossar

Begriff suchen:

Aktie

Anteilsscheine von Unternehmen. Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) ist Miteigentümer am Vermögen der AG.

Aktienfonds

Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in Aktien investiert.

Annuitätendarlehen

Darlehen mit gleichbleibenden Zahlungen (Annuitäten) an die Bank. Durch die ständige Kredittilgung sinkt der Zinsanteil der Annuität, demgegenüber nimmt der Tilgungsanteil mit der Zeit zu.

Ausfallbürgschaft

Bürgschaft eines Dritten, der für die Schulden des Kreditnehmers eintritt, wenn dieser den Kredit nicht mehr zurückzahlen kann.

Ausfallwahrscheinlichkeit

Wahrscheinlichkeit, dass ein Kredit nicht zurückgezahlt wird.

BaFin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Eine selbstständige Bundesanstalt, die in Deutschland Banken, Versicherungen und den Handel mit Wertpapieren beaufsichtigt.

Bankaufsicht

Aufsicht über die Kreditinstitute mit dem Ziel, Bankenkrisen möglichst zu verhindern. Dabei geht es einerseits darum, Krisen des gesamten Bankensystems zu vermeiden, die die Funktionsfähigkeit der gesamten Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen würden. Andererseits soll insbesondere die Sicherheit der der einzelnen Bank anvertrauten Einlagen gewährleistet werden.

In Deutschland erfolgt die Aufsicht über die BaFin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank.

Banken

Dienstleistungsunternehmen, deren Aufgabe das Übertragen von Kapital ist. Besonders bei der Kreditvergabe sind sie ein zentraler Bestandteil des Geldsystems und damit der gesamten Volkswirtschaft.

Wichtige Funktionen des Banksystems sind die Umwandlung von kurzfristigem (z. B. Einlagen) in langfristiges Kapital (z. B. Kredite) (= Fristentransformation) sowie die  Umwandlung von kleineren Einzeleinlagen in größere Kreditabschnitte (= Losgrößentransformation).

Basel I

1988 vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht festgelegte Mindestanforderungen an die Eigenkapitalausstattung von international tätigen Kreditinstituten. Demnach waren Kredite an Unternehmen seitens der Banken mit 8% Eigenkapital zu unterlegen.

Basel II

Neuregulierung des Regelwerks des internationalen Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (Einführung ab 2004).

Bei der Eigenkapitalunterlegung erfolgt seither eine stärkere Betrachtung des individuellen Kreditnehmerrisikos. Kredite an Unternehmen mit schlechterer Bonität werden mit mehr Eigenkapital, Kredite an Unternehmen mit besserer Bonität mit weniger Eigenkapital unterlegt. Dies ermöglicht eine bessere Anpassung der Kreditkonditionen an den jeweiligen Einzelfall. Zur Bonitätsbewertung der Kreditnehmer wurde das bankinterne Rating eingeführt.

Basel III

Weitere schrittweise Verschärfungen der bankaufsichtlichen Eigenkapitalregeln ab 2013.

Das harte Kernkapital der Banken muss bis 2019 mindestens 7% (vorher 2%) der risikogewichteten Aktiva betragen, das weitere Kernkapital 1,5% (vorher 2%) und das Ergänzungskapital nur noch 2% (vorher 4%). Hinzu kommt ein antizyklischer Kapitalpuffer, den die nationale Bankenaufsicht in einer Schwankungsbreite von 0 bis 2,5% festlegt. Außerdem werden weitere Vorgaben (Liquiditätsvorschriften, Verschuldungsobergrenzen etc.) eingeführt.

Beleihungswert

Wert einer Kreditsicherheit, der sich wahrscheinlich – ohne spekulative bzw. konjunkturelle Einflüsse – langfristig bei deren Verwertung erzielen lässt.

BIP

Bruttoinlandsprodukt. Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Wirtschaftsregion in einer Periode.

Nominal ist es die Summe aller innerhalb des Zeitraums in der Volkswirtschaft erstellten Waren und Dienstleistungen (nach Abzug der als Vorleistungen verwendeten Waren und Dienstleistungen) zu Marktpreisen. Das reale Bruttoinlandsprodukt ermöglicht einen zeitlichen Vergleich der Leistungskraft, gemessen in Preisen eines bestimmten Basisjahres.

Bonität

Fähigkeit, eingegangene Zins- und Tilgungsverpflichtungen zu erfüllen. Banken ermitteln die Bonität unter Zuhilfenahme von Rating bzw. Scoring.

Branchenrating

Bewertung der Zukunftsfähigkeit einer Branche. Es wird nicht die Situation eines einzelnen Unternehmens analysiert, sondern Risikofaktoren, die auf alle Unternehmen einer Branche wirken und auf die das einzelne Unternehmen in der Regel keinen Einfluss hat.

BWS

Bruttowertschöpfung. Ausdruck für den durch Produktion/Dienstleistungserbringung geschaffenen Mehrwert der einzelnen Wirtschaftsbereiche (Wert der Waren-/Dienstleistungsverkäufe abzüglich der Vorleistungen ohne Berücksichtigung von Gütersteuern).

Credit Default Swaps (CDS)

Synthetisches Instrument zur Risikoübertragung, bei dem sich der Verkäufer des CDS verpflichtet, an den Käufer eine Ausgleichszahlung zu leisten, falls während der Laufzeit ein vorab festgelegtes Ereignis eintritt (z.B. wenn ein Schuldner seinen Kredit nicht zurückzahlt).

Derivate

Finanzinstrumente (z.B. Optionen, Swaps), deren Bewertung vor allem aus der Preisentwicklung eines zu Grunde liegenden Basiswertes (Aktien, Anleihen, Devisen) abgeleitet ist.

DIHK

Deutscher Industrie- und Handelstag. Bundesweiter Dachverband der Industrie- und Handelskammern und damit eine der Spitzenorganisation der deutschen Wirtschaft.

Effektivzins

Tatsächliche Verzinsung. In die Berechnung werden neben dem Nominalzins auch weitere Kosten einbezogen, die mit dem Kredit zusammenhängen.

Einträge 1 bis 20 von 73

Seite 1 Seite 2 Seite 3 Seite 4 vor >