PRESSEINFO Nr. 2 - 23.03.2017
Freier Zugang zu Auslandsmärkten für Mittelstand in Ostdeutschland unverzichtbar

Viele Unternehmen aus Ostdeutschland sind mit ihren Produkten auf Auslandsmärkten erfolgreich und sichern damit zahlreiche Arbeitsplätze


„Daher beobachten wir aktuelle Entwicklungen, die zu mehr Handelsbarrieren oder Marktabschottung führen könnten, mit Sorge“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Ostdeutschen Bankenverbandes e.V., Jörg Frischholz.

 

So seien die USA, bei denen eine Verschlechterung des Marktzugangs zu befürchten sei, 2016 mit 9,5% der Exporte der wichtigste Auslandsmarkt für Unternehmen aus Ostdeutschland gewesen. Großbritannien, das bei einem harten BREXIT aus dem EU-Binnenmarkt ausscheiden würde, stehe im TOP-10-Ranking mit einem Anteil von 5,7% auf Rang 5 der Export-Zielregionen. Die freihandelskritischen Strömungen in ganz Europa hätten für Ostdeutschland erhebliche Relevanz, weil 55% der Exporte 2016 in den EU-Binnenmarkt geliefert wurden.

 

„Vor diesem Hintergrund muss in der EU- und Außenhandelspolitik verdeutlicht werden, dass nicht Abschottung und Protektionismus, sondern nur ein konstruktives internationales Miteinander Erfolgschancen hat, die vielfältigen Probleme in der EU und der Welt zu lösen und so Nutzen für Alle zu stiften“, betonte Frischholz. Alle regionalen Akteure aus Wirtschaft und Politik in Ostdeutschland seien gefordert, sich in diese Debatte einzubringen.

 

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Der Ostdeutsche Bankenverband vertritt die privaten Banken in den ostdeutschen Flächenländern und Berlin. Zu seinen derzeit 36 Mitgliedsbanken zählen Großbanken, Regional- und Spezialbanken sowie Privatbankiers. Bei Krediten an den Mittelstand sind die privaten Banken in den ostdeutschen Flächenländern mit einem Marktanteil von 43% (Bestand zum Stichtag 30.06.2016: 40,5 Mrd. €) weiterhin Marktführer. Bei den Krediten an Privathaushalte (26,8 Mrd. €) liegen die privaten Banken mit einem Marktanteil von 43% ebenfalls auf Platz 1.



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PRESSEINFO 02-2017  (274 K)
Infoport 2017 01  (1.6 M)