PRESSEINFO Nr. 4 - 12.09.2017
Ostdeutschland vor der Wahl: Was gehört auf die Agenda der nächsten Bundesregierung?

Der Ostdeutsche Bankenverband e.V. fordert für die kommende Legislaturperiode eine Beendigung der Reformpause.


Zwar gehe es Deutschland derzeit im internationalen Vergleich zweifellos relativ gut. Allerdings sei dies in hohem Maße auf historisch niedrige Zinsen, einen lange niedrigeren Euro-Kurs und niedrige Ölpreise zurückzuführen. „Die aktuelle Wohlfühlblase droht aber die enormen Herausforderungen zu überlagern, die auch in Ostdeutschland aus Megatrends wie der Digitalisierung, dem fortschreitenden demografischen Wandel und dem nach wie vor höchst intensiven internationalen Wettbewerb in der Wirtschaft resultieren“ erklärte Klaus Wagner-Wieduwilt, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Ostdeutschen Bankenverbandes e.V.

 

So sei das Wachstumspotenzial in ganz Deutschland bei langfristiger Betrachtung zu schwach, um dauerhaft steigende Einkommen, sichere Arbeitsplätze, die soziale Absicherung des demografischen Wandels sowie die Erfüllung internationaler Verpflichtungen gewährleisten zu können. Erheblicher Handlungsbedarf bestehe z.B. in den Bereichen Infrastruktur-, Innovations- und Bildungspolitik. Für einen attraktiven Wirtschaftsstandort seien leistungsfähige Verkehrswege, schnelle Datennetze, eine mittelstandsfreundliche steuerliche Forschungsförderung und die Förderung der Gründungsbereitschaft wichtige Voraussetzungen. Zugleich müsse durch eine noch stärkere politische Schwerpunktsetzung und Effizienzverbesserung der Schlüsselfaktor Bildung gestärkt werden. „Alle politischen Akteure sind hier gefordert, sich konstruktiv einzubringen“, betonte Wagner-Wieduwilt.

 

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Der Ostdeutsche Bankenverband vertritt die privaten Banken in den ostdeutschen Flächenländern und Berlin. Zu seinen derzeit 36 Mitgliedsbanken zählen Großbanken, Regional- und Spezialbanken sowie Privatbankiers. Bei Krediten an den Mittelstand sind die privaten Banken in den ostdeutschen Flächenländern mit einem Marktanteil von 42% (Bestand zum Stichtag 31.12.2016: 41,0 Mrd. €) weiterhin Marktführer. Bei den Krediten an Privathaushalte (27,2 Mrd. €) liegen die privaten Banken mit einem Marktanteil von 43% ebenfalls auf Platz 1.

 



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Infoport 2017 05  (2.2 M)